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Otto Brunner

Beeinflusst vom Malausdruck der französischen Pioniere Anfang des 20 Jhds. mit Pablo Picasso und Georges Braque an der Spitze, definierte Otto Brunner eine eigene kubistische Handschrift, mit der er experimentierte und die er in einzigartige Kompositionen einfliessen ließ.

Geboren wurde Otto Brunner 1921 in Wallendorf im Burgenland (A). Er besuchte die Hochschule für Angewandte Kunst in Wien, nahm danach in Graz die Lehrtätigkeit an der Kunstgewerbeschule (Ortweinschule) an und wurde Mitglied des „Werkbund“. Einige seiner Schüler wie Siegfried Santoni und der slowenisch-österreichische Maler und Grafiker Drago Julius Prelog machten sich in der Kunstszene über die Grenzen hinaus einen guten Namen. Ihr Meister hingegen war ein stiller Maler, der selten seine Werke zeigte und bis auf wenige Momente im Verborgenen blieb. 1986 gab es eine Ausstellung im Stadtmuseum in Graz, viel später organisierte der Kunstsammler und Galerist Gerhard Sommer eine große Präsentation mit Otto Brunners „kubistischen Romantiken“; mehr als 1000 Besucher kamen, die Begeisterung war immens.

Otto Brunner zählte zur Grazer Avantgarde der 1960er Jahre, und zu ihnen zählten u.a. Norbertine von Bresslern-Roth, Werner Augustiner, Vajda, Elga Maly, Günter Waldorf, Rudolf Szyszkowitz, Rudolf Spohn, Richard Winkler, Adolf Osterider, Ada Gsteu-Lücking, Wladimir Zagorodnikow, Günther Kirschner und Adolf Osterider.

2009 starb Otto Brunner in Knittelfeld. In einer Stille, in der lebte. Die wenigen noch erhältlichen seine unverkennbaren Werke sind von einer besonderen Eigenart, unverkennbaren Aussagekraft und kraftvollen Ruhe. Martina Schafschetzy

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  1. Otto Brunner, "Mondnacht", 1970
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