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Günter Brus

Günter Brus wurde 1938 in Ardning (Stmk./A) geboren, absolvierte die Akademie für angewandte Kunst in Wien. Er gilt als Pionier der Body Art, als derjenige, der den Körper als ausschließliches Ausdrucksmedium in die Kunst eingeführt hat.
Im Lauf des Jahres 1967 entwickelt Brus sein Konzept der „Körperanalysen“, bei dem er auf jegliches künstlerisches Material verzichtet und ausschließlich mit seinem Körper und dessen Funktionen agiert: „Mein Körper ist die Absicht, mein Körper ist das Ereignis, mein Körper ist das Ergebnis.“
Für seine Aktionen bestraft und verhaftet, flieht er 1986 mit seiner Frau Anna und Tochter Diana nach Berlin. Das Ende seiner performativen Phase führt ihn zurück ins Medium der Zeichnung, oder wie Brus es 1975 selbst zum Ausdruck brachte: „Der Strich gilt für den Schnitt ins Herz. Deshalb ist Zeichnen Geburt aus der Auslöschung.“
Mit der Bild-Dichtung hat Brus jene poetische Sphäre gefunden, in der er seit 40 Jahren medienübergreifend arbeitet. (Auszug aus der Biografie Günter Brus, BRUSEUM Graz).
Während der aufkommenden Pandemie entstand ein neuer Schaffenszyklus: Günter Brus schuf Arbeiten auf Papier in Aquarell und Mischtechniken, in denen märchenhafte Zynismen, poetische Ein-, Zwei- und Mehrdeutigkeiten, dunkle Verträumtheit und schmerzvolle Verzauberung zu finden sind. 

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  1. Günter Brus, "Schwarzer Mond", 2021
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